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Fragen & Antworten: ökosoziales Dorf

Frage

Was ist die Umweltkrankheit MCS ?

Antwort

Foto: zwei Glaskolben mit chemischen Substanzen

Multiple Chemikaliensensitivität, kurz MCS genannt, ist in Deutschland in der Öffentlichkeit derzeit eine noch relativ unbekannte Umweltkrankheit, die jedoch zusehends an Bedeutung gewinnt, da die Zahl der Betroffenen tendenziell zunimmt.
Die Umweltpatienten reagieren mit unterschiedlichsten Symptomen auf geringste Schadstoffkonzentrationen in ihrem Umfeld, auch Niedrigdosisbereich genannt. Die organische Erkrankung kann durch eine einmalige Schadstoffexposition ausgelöst werden, sich aber auch durch eine anhaltende schleichende Belastung über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln.

Krankheitsbedingt ergeben sich drastische Einschnitte in quasi alle Lebensbereiche der Erkrankten. Die ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Belastungen der Luft mit Duftstoffen und anderen Chemikalien, Verbrennungsrückständen oder gar natürlichen Gerüchen, lösen bei den Umweltpatienten heftige Überempfindlichkeitsreaktionen aus.
Signifikant bei einer multiplen Chemikaliensensitivität ist, dass die Symptome mehrere Organsysteme betreffen und kein Krankheitsbild dem anderen gleicht. Die Meidung der Krankheitsauslöser sowie die Anpassung des eigenen Lebensstils an das individuelle Krankheitsbild, inklusive der Schaffung von schadstoffarmem Wohnraum, sind unausweichlich.

Auf Grund der überwiegend stattfindenden späten Diagnostik und Erkennung der tatsächlichen Krankheitsursachen, führt multiple Chemikaliensensitivität oftmals zum Verlust des Arbeitsplatzes bis hin zur vollen Erwerbsminderung und somit zur sozialen Isolation.



NEU EINGETRAGEN AM: 21. August 2012

 

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