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Fragen & Antworten: ökosoziales Dorf

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Antwort

Weshalb ein soziales Gemeinschaftsprojekt ..?

foto: hartz 4 schriftzug


Medien, Berichte

Soziales Dorf (bei h4in) -

Die Idee ist unter dem Eindruck eigener Erfahrungen in Sozialhilfe im Herbst 2005 entstanden, also ein 3/4 Jahr nach der Einführung des Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Als engagiertes Mitglied einer Mindener Erwerbsloseninitiative hatte Ideengeber Detlef die Anfangszeiten hautnah miterlebt.

Es ist nur schwer in Worte zu fassen, wie unerbittlich die neue Situation die meisten ALG2-Betroffenen seelisch belastete, wie zerstörerisch der anhaltend hohe Druck wirkte, der von den neu geschaffenen Ämtern ausging.
Man konnte live (sorry) miterleben, wie die Menschen davon krank wurden. Daran hat sich bis heute nichts geändert!


Näheres über eigene Lebenserfahrungen, die Erkenntnisse aus der lokalen Erwerbslosenarbeit und wie sich die Idee eines sozialen Lebensraumprojektes in ländlicher Region entwickelt hatte, kann man nachlesen unter ...




LETZTE AKTUALISIERUNG: 19. März 2012

 


Das Vorhaben 'Soziales Dorf' in Kürze ....

Bei dem 'Sozialen Dorf im Mühlenkreis' handelt es sich um eine soziale, kulturelle und ökologische Landprojektidee im Kreis Minden-Lübbecke (NRW).
Nach dem Konzept ist vorgesehen, auf einem größeren Bauernhof nördlich von Wiehen- und Wesergebirge ein Gemeinschaftswohnprojekt entstehen zu lassen.
Das Angebot des ökosozialen Lebensraumes richtet sich an sozial Benachteiligte, Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit, Armut und chronischer Erkrankung.

Die Prinzipien sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit sind fester Bestandteil der sozialen 'Dorfidee'. Nachhaltige Gestaltung ist in allen Teilbereichen Standard.


Größe, Anzahl BewohnerInnen

Für die Größe des gesamten Areals existiert eine Vorstellung von 40 bis 60 ha. Für den Dorfbereich wurden bisher 3 bis 4 ha angenommen. Nach dem Besuchseindruck im Ökodorf Sieben Linden zu urteilen dürfte der deutlich größer ausfallen. Für den bewohnten & belebten Dorfbereich - also ohne Landwirtschaft, Gartenbau und naturbelassenden Bereich - erscheint eine Fläche von über 10 ha heute realistischer.

Die Anzahl der BewohnerInnen soll im Endausbau des 'Dorfes' bis zu 150 betragen. In aktuellen Berechnungen wird von 120 bis 130 Personen ausgegangen.


Dorfzentrum, Hofladen, Ökolandbau und mehr

Der Bauernhof wird vollständig auf ökologischen Land- und Gartenbau umgestellt. Auf dem Gelände sollen ein größeres soziales, (sozio-)kulturelles Dorfzentrum, eine Ökokantine und ein offener Hofladen entstehen.
Für die Gesundheitsversorgung und zur Gesundheitsvorsorge für die BewohnerInnen ist geplant, auf dem Dorfgelände mehrere ganzheitlich ausgerichtete Heilpraxen anzusiedeln. Außerdem sind eine Landherberge und ein Seminarzentrum vorgesehen. Die Herberge soll u.a. Menschen mit schmalem Geldbeutel bezahlbare Ferien auf dem Land ermöglichen.

Soziales Dorf (teilw. bei h4in)




Gesellschaftliche Aufgabe

Ganzheitliche, nachhaltig wirksame Gesundheitsvorsorge für sozial Benachteiligte Menschen und ganzheitliche alternativmedizinische Behandlung von Depressionen sind die selbstgewählten Kernaufgaben (Handlungsfelder) der Landidee.
Nach diesen beiden Gesundheitszielen ist das Social Farming-Vorhaben konzeptionell bis viele Einzelheiten hinein ausgerichtet.

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Eigenschaften | vergleichbare Landprojekte | Projektdauer


LETZTE AKTUALISIERUNG: 2. April 2012


Aufteilung: Haupt- und Teilbereiche

Vereinfacht dargestellt wird das 'Soziale Dorf' aus zwei bzw. drei Teilen (Hauptbereichen) bestehen.

Der eine Hauptbereich ist der bewohnte und belebte (A) Dorfteil, in Texten meist als zentraler Dorfbereich bezeichnet.
Dort werden vor allem das Dorfzentrum, alle Nachbarschaften mit ihren Wohngebäuden, ein naturmedizinisches Gesundheitszentrum, der Hofladen, das Gästehaus und ein Seminarzentrum angesiedelt sein.

  • Dorfzentrum
  • Wohngebäude (Nachbarschaften)
  • Gesundheitszentrum
  • Hofladen
  • Gästehaus, Landherberge
  • Seminarhaus

Der andere Hauptbereich ist der (B) Landwirtschaftsteil mit den Wirtschaftsgebäuden, den Äckern, Feldern und Wiesen.
Zu diesem Teil gehört auch der Gartenbau mit Obstbäumen und Sträuchern sowie Anpflanzungen an Gemüsen, Gewürz- und Heilkräutern.


  • Wirtschaftsgebäude (lw)
  • Äcker, Felder
  • Wiesen
  • Wirtschaftsgebäude (gb)
  • Gewächshäuser
  • Obstpflanzungen
  • Gemüse- & Kräutergärten

Sofern zum späteren Dorfareal auch (C) nicht bewirtschaftete Natur wie Wald, kleine Gewässer oder Uferrandbereiche gehören, wird das ein dritter Hauptbereich sein.

  • Wald, Waldstücke
  • kleine Gewässer
  • Gewässerufer und / oder
  • Moor- / Sumpflandschaft
  • Wiesen 

 


LETZTE AKTUALISIERUNG: 9. April 2012


Wie kann man sich die räumliche Anordnung vorstellen?

Zur räumlichen Vorstellung kann man sich am besten den Dorfteil und den landwirtschaftlichen Teil wie zwei nebeneinander liegende Rechtecke vorstellen, die auf einer Seite unmittelbar aneinanderstoßen.
Zur Anschaulichkeit plazieren wir den Dorfteil rechts, den Landwirtschaftsteil entsprechend links. Das kann später genau umgekehrt sein, macht aber für das Anordnungsprinzip grundsätzlich keinen Unterschied.

Im Grenzbereich auf der einen linken, der landwirtschaftlichen Seite sind die Wirtschaftsgebäude von Land- und Gartenbau gelegen. Noch weiter nach links gehend liegen jeweils Felder und Wiesen sowie die Anpflanzungen mit Obst, Gemüse und Kräutern.

Im rechten Viereck mit dem Dorfteil kann man sich das Dorf- und Gesundheitszentrum sowie Hofladen und Landherberge wie auf der Linie eines großen Ovals angeordnet vorstellen. An einer Stelle auf der Linie liegt wiederum ein großer Kreis, dessen Fläche nur zu einem kleinen Teil in das Oval hineinragt.
Hier befinden sich die Nachbarschaften mit den Wohngebäuden.

An inneren Rand der Ovalfläche verlaufen breite, "innere Verkehrswege", die in Ausnahmefällen (!) von Kraftfahrzeugen genutzt werden können. Ausnahmen können eine Anlieferung sein, wenn auf anderen Wegen nicht möglich, und Notfälle. In der Mitte wird ein Dorfplatz liegen.
Die inneren Wege und der Dorfplatz sind im Normalfall für Kraftfahrzeuge gesperrt.

   

NEU EINGETRAGEN AM: 30. März 2012


Grundlegende Projekteigenschaften

GESELLSCHAFT

Die Grundeigenschaften sind bezüglich Offenheit des Dorfes und für spätere Beschäftigte grundsätzlich multisozial, was die BewohnerInnen des Gemeinschaftswohnprojektes betrifft generationsübergreifend und multikulturell.


GEMEINWESEN

Die Ziele des Vorhabens sind zu 100% gemeinnütziger Natur.

Dazu ist das Vorhaben in allen wirtschaftenden Teilbereichen nicht-profitorientiert (non-profit) ausgerichtet.


PHILOSOPHIE

Das Gemeinschaftsprojekt ist stark an ganzheitlicher Denkweise orientiert, besonders im gesundheitlichen und ökologischen Bereich.

Mit dem Sozialen Dorf soll ein entschleunigter Lebensraum auf dem Land entstehen. Entschleunigung ist weniger geplante Eigenschaften als eine anspruchsvolle Daueraufgabe im späteren Dorfalltag.


NACHHALTIGKEIT

Das Konzept setzt konsequent alle drei Formen der Nachhaltigkeit nach dem sog. Drei-Säulen-Modell um: soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit.
Der sozialen Nachhaltigkeit und den Folgen sozialer Benachteiligung gilt die besondere Aufmerksamkeit.


Soziales Dorf (bei h4in)


Wikipedia -

Soziales Dorf –


WIRTSCHAFT

Der ökonomische Teil setzt grundsätzlich auf die ökosoziale Marktwirtschaft. Entgegen verbreiteter Praxis werden sozialer und ökologischer Anteil als gleichwertig behandelt.

Nach den Prinzipien von Slow Food und Lokaler Ökonomie wird der lokale und regionale Wirtschaftsraum bei Einkauf und Auftragsvergabe bevorzugt.


NAHREGION / UMGEBUNG

Das Lebenraumprojekt hat einen offenen Charakter. Angebote wie Ökokantine und Hofladen, aber auch dorfeigene Weiterbildungsangebote und Gesundheitszentrum stehen von BewohnerInnen der umliegenden Dörfern und Gemeinden offen.



LETZTE AKTUALISIERUNG: 22. März 2012


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