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Minden: Gutes Pflaster für Nachhaltigkeit

Eingereicht von Initiative am 02. Mai 2013 - 09:49 Uhr             Seitenaufrufe: 6845

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Die Stadt Minden ist zum dritten Mal für ihre herausragende Bildungsarbeit als Stadt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet worden. 

Minden (mi/sd). Der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink, Falk Bloech und Silke Mackenthun (beide von der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche) sowie André Gerling (Stadtentwicklung, Stadtverwaltung Minden) nahmen die Auszeichnung am 26. April in Bad Honnef entgegen. Die gastgebende Kommune am Rhein wurde zum zweiten Mal als Stadt der Weltdekade und die Gemeinde Dornstadt in Baden-Württemberg zum ersten Mal ausgezeichnet. 


Auch kreisweites BNE-Engagement

„Die Vielzahl der Aktivitäten in Minden sowie die strukturelle Verankerung und Netzwerkbildung sind vorbildlich“, begründete Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade, die erneute Auszeichnung. Unter der Leitidee BNE arbeiteten mittlerweile viele Einrichtungen, Organisationen, Kirchen und Initiativen - teilweise inzwischen sogar kreisweit - zusammen. Sechs offizielle UN-Dekade-Projekte seien allein in der Oberen Altstadt Mindens angesiedelt, so de Haan in seiner Laudatio weiter. 

Lobend erwähnte der Vorsitzende des Nationalkomitees auch zwei strategische Ziele der Stadt Minden, die ebenfalls dazu beigetragen hätten, dass Minden erneut ausgezeichnet wurde: „Chancengerechtigkeit durch Teilhabe“ und „Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen“. Im Rahmen der Bildungslandschaft habe sich Minden als Aufgabe gesetzt, diese Ziele auch durch Aktivitäten von BNE zu verwirklichen, fasste de Haan abschließend zusammen.


Auszeichnung soll Mindener Akteure vor Ort unterstützen 

Die Auszeichnung wird für beispielhafte Aktivitäten sowie eine vorbildliche und nachahmenswerte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung vergeben. Sie soll dazu beitragen, die Anliegen der Dekade in Deutschland sichtbar zu machen und gleichzeitig die einzelnen Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen. Die Auszeichnung gilt jeweils für zwei Jahre. Nach einem einstimmigen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses hatte sich die Stadt Minden Anfang dieses Jahres erneut beworben.


Alle guten Dinge sind drei

„Wir freuen uns sehr, dass Minden nach 2009 und 2010 erneut für zwei Jahre als Stadt der Weltdekade der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden ist“, fasste Bürgermeister Michael Buhre zusammen, der an der Übergabe nicht persönlich teilnehmen konnte. „Besonders bedanken möchte ich mich bei dem Bündnis aus zahlreichen Vereinen, Verbänden und Organisationen, welches die BNE-Aktivitäten in Minden trägt“, so Buhre. Ohne diese ehrenamtliche Arbeit wären die vielfältigen Aktivitäten zur Unterstützung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in unserer Stadt nicht möglich.
„Wichtig wird es jetzt sein, die Ziele von BNE auch über das Ende der Weltdekade im Jahr 2014 weiter zu tragen, aber hier sehe ich unsere Stadt auf einem guten Weg“, nannte der Bürgermeister ein Ziel.


NGOs, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Initiativen

Die Akteure der nachhaltigen Bildungsarbeit sind in Minden vor allem in der Oberen Altstadt ansässig. Von dort aus organisieren Nicht-Regierungsorganisationen, Kirchen und andere Bildungsträger regelmäßig Veranstaltungen. Die Projekte, die bereits als "Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" ausgezeichnet wurden, sind:

- die Internationalen Projekttage der deutschen UNESCO-Projektschulen

- das Kunst- und Bauprojekt "Eine-Welt-Dorf" auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule

- das Netzwerk „BOA - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt

- die FernUni mit ihrem interdisziplinären Studium Umweltwissenschaften "Infernum" - die NRW-Schulkampagne "Agenda 21 in der Schule", an dem sich neben der Eine-Welt-Schule die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, das Ratsgymnasium und das Leo-Sympher-Berufskolleg beteiligen,

- das Projekt „Klima für Energiewandel“ an verschiedenen Kitas und Schulen sowie

- das ökologische Landbau-Projekt der Waldorfschule



Informationen zum UN-Bildungsprojekt

Neben Minden gibt es derzeit 15 ausgezeichnete Städte der UN-Weltdekade. Dazu gehören unter anderem München, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden, Erfurt, Bonn und Gelsenkirchen.

Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Internationale Lead-Agency der Dekade ist die UNESCO. In Deutschland wird die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von einem von der Deutschen UNESCO-Kommission einberufenen Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin) koordiniert.

Dem Nationalkomitee gehören rund 30 Institutionen und Experten an, darunter Vertreter der Bundesregierung, der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und Vertreter aus der Wissenschaft. Es führt Partner, Projekte und Initiativen zusammen und hat mehr als 100 Bildungsinitiativen an einem Runden Tisch versammelt und einen nationalen Aktionsplan entwickelt.
Links

Minden - Stadt der Weltdekade

Portal "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Quelle: Stadt Minden



Anmerkungen:
Sitz des Vorhabens 'Soziales Dorf' in NRW erneut BNE-ausgezeichet
FOTO: Stadt Minden


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